Sie sind hier

Dresden zum Striezelmarkt Fahrpreis

… erleben Sie die Weihnachtszeit in Dresden

Der 1. Dresdner Striezelmarkt dauerte nur einen Tag. Anno 1434 bewilligten Kurfürst Friedrich II. und sein Bruder Herzog Sigismund »am Tage vor dem Heiligen Christabend« einen freien Markt auf dem Altmarkt.…

© LianeM - Fotolia

Über das folgende halbe Jahrtausend entwickelte sich der Dresdner Striezelmarkt zu einem der traditionsreichsten und beliebtesten Weihnachtsmärkte Deutschlands. Alljährlich reisen mehr als 240 Händler und Schausteller an, um auf dem Markt ihre Waren feilzubieten und dem Ruf des Dresdner Striezelmarkts als Schaufenster traditioneller Volkskunst gerecht zu werden.

Alle Jahre wieder lassen sich die großen und kleinen Marktbesucher vom weihnachtlichen Zauber des Dresdner Striezelmarkts einfangen. Obwohl so manchen Veränderungen unterworfen und auf verschiedenen Plätzen in Dresden zu Hause, bewahrte der Dresdner Striezelmarkt dennoch sein unverwechselbares Gesicht.

Zu diesem gehört – neben Weihnachtsmann und Lichtertanne, Weihnachtspyramide und Adventskalender - unverzichtbar der Pflaumentoffel. Auch heute noch lacht uns der kleine Mann aus Backpflaumen von den Marktständen an, einen Glücksbringer hat schließlich jeder gern.

Der Dresdner Pflaumentoffel ist den kleinen, oft erst sieben Jahre alten Schlotfegerjungen mit Umhang und Leiter nachgebildet, die mit ihren Kehrbesen in die Kamine klettern mussten, um sie von innen zu reinigen.

Später, nachdem sich die Reinigung der Feueressen mit dem Ableinbesen durchgesetzt hatte, und die Schornsteinfegerlehrlinge mindestens 18 Jahre alt sein mussten, veränderte sich auch der Pflaumentoffel. Der Besen fiel weg, aus dem schwarzen Umgang wurde eine goldene »Halskrause« und auf dem Kopf sitzt ein Zylinderhut. So sieht er noch heute aus.

Die erste Notiz über das »Männchen aus Backpflaumen« gab es zu Weihnachten 1801. Viele arme Familien bastelten oft aus bitterer Not zu Hause Pflaumentoffel, und die Kinder mussten diese dann zwischen den Buden, bei Wind und Wetter, bei Dunkelheit, Nässe und Kälte verkaufen.

Heute entstehen Pflaumentoffel in gewerblicher Serienproduktion und werden als »Original Dresdner Pflaumentoffel« und als Glücksbringer verkauft.

Weihnachtsbaumschmuck aus Thüringen, Plauener Spitze, feingemusterte Stoffe der Lausitzer Blaufärber, Keramik aus dem schlesischen Teil Sachsens und die beliebten Holzschnitzereien aus dem Erzgebirge: Der Dresdner Striezelmarkt ist ein Schaufenster traditioneller Volkskunst. Handgefertigte kunsthandwerkliche Erzeugnisse gibt es hier jedoch nicht nur zu kaufen. In den Pavillons der weihnachtlichen Schauwerkstätten können Besucher Handwerkskunst „live" erleben.

Hier schnitzen und drechseln Kunsthandwerker filigranen Weihnachtsschmuck der Erzgebirgischen Volkskunst. Außerdem lassen sich Stollenbäcker bei der traditionellen Zubereitung ihrer Leckereien über die Schulter schauen.

Textquelle www.striezelmarkt.dresden.de